Zahnimplantate ersetzen fehlende Zahnwurzeln und bilden eine stabile Basis für einzelne Kronen, Brücken oder die Versorgung eines ganzen Kiefers.
Unser Schwerpunkt liegt auf der digitalen Implantologie. Mithilfe einer dreidimensionalen Röntgenaufnahme (DVT) und eines digitalen Scans können wir die Position des Implantats bereits vor dem Eingriff präzise planen.
Die dafür benötigte individuelle Bohrschablone fertigen wir direkt in unserem Eigenlabor. Sie hilft uns dabei, die digitale Planung während der Implantation präzise umzusetzen.

3D-Planung und navigierte Implantation
Ihre Vorteile
- Digitale 3D-Implantatplanung
- Individuell geplante Implantatposition
- Bohrschablonen aus unserem Eigenlabor
- Versorgung einzelner Zähne bis hin zum zahnlosen Kiefer
- Zahntechnik direkt in unserer Praxis
- Langfristige Betreuung und Prophylaxe
Digitale Implantologie – von der Planung bis zum fertigen Zahn aus einer Hand.
Ein Zahn, mehrere Zähne oder ein ganzer Kiefer
Fehlt ein einzelner Zahn, kommt eine Krone auf einem Implantat infrage. Der Vorteil gegenüber einer Brücke: die Nachbarzähne bleiben unberührt und müssen nicht beschliffen werden.
Fehlen mehrere Zähne nebeneinander, trägt in der Regel eine Brücke auf mindestens zwei Implantaten die Lücke. Es braucht also nicht für jeden fehlenden Zahn ein eigenes Implantat.
Ist ein Kiefer zahnlos oder nicht mehr zu halten, wird ein vollständiger Zahnbogen auf vier oder sechs Implantaten befestigt. Wer den Ersatz lieber zum Reinigen abnehmen möchte, hat mit der herausnehmbaren Brücke und dem gaumenfreien Zahnersatz zwei Alternativen, die ebenfalls auf Implantaten sitzen. Einen Überblick über alle Versorgungen gibt die Seite Zahnersatz.
Von der ersten Aufnahme bis zur fertigen Krone
Zwischen dem ersten Termin und dem fertigen Zahn liegen mehrere Schritte. Wie lange das insgesamt dauert, hängt vom Befund ab; der Weg ist aber immer derselbe.
1. Beratung und Befund
Zuerst sehen wir uns in unserer Ordination in Gallneukirchen an, was fehlt und was noch da ist. Den Termin dafür können Sie über unsere Implantatberatung anfragen. Im selben Gespräch gehen wir die Faktoren durch, die gegen ein Zahnimplantat sprechen können: Rauchen, ein schlecht eingestellter Diabetes, eine unbehandelte Parodontitis, mangelhafte Mundhygiene, dazu bestimmte Medikamente und eine Bestrahlung im Kopf-Hals-Bereich. Ausführlich stehen sie unter Risikofaktoren bei Zahnimplantaten.
2. Dreidimensionale Aufnahme und digitale Planung
Die DVT-Aufnahme zeigt Höhe und Breite des Knochens genau dort, wo das Implantat sitzen soll, dazu die Nachbarstrukturen wie Nerv und Kieferhöhle. Zusammen mit dem digitalen Scan legen wir die Implantatposition am Bildschirm fest. Hier entscheidet sich auch, ob ein Knochenaufbau nötig ist und ob er im selben Eingriff mit erledigt werden kann. Fehlt im Oberkiefer-Seitenzahnbereich Höhe, kommt ein Sinuslift infrage.
3. Die Bohrschablone aus dem Eigenlabor
Aus der Planung entsteht eine individuelle Bohrschablone, die wir in unserem Eigenlabor fertigen. Sie überträgt die am Bildschirm festgelegte Position in den Mund. Wie das abläuft, zeigt die Seite minimalinvasive 3D-navigierte Implantologie.
4. Der Eingriff
Implantiert wird unter örtlicher Betäubung. Sind keine Vorarbeiten nötig, rechnen wir für ein Implantat mit etwa 20 bis 30 Minuten; ein Termin bleibt in der Regel unter zwei Stunden. Danach können eine Schwellung und leichte Schmerzen auftreten, beides lässt sich mit Kühlen und einem Schmerzmittel gut auffangen. Muss ein Zahn ohnehin entfernt werden, lässt sich das Implantat manchmal direkt im Anschluss setzen: die Sofortimplantation.
5. Die Einheilung
Bei normalem Verlauf heilt ein Implantat rund zwölf Wochen ein. Ging ein Knochenaufbau voraus, verlängert sich diese Phase je nach Umfang deutlich. Fehlt in dieser Zeit ein sichtbarer Zahn, überbrücken wir die Lücke mit einem Provisorium aus dem Eigenlabor.
6. Der sichtbare Zahn
Ist das Implantat eingeheilt, folgt der Zahn darauf. Statt eines Abdrucks nehmen wir einen digitalen Scan; Krone oder Brücke entstehen anschließend in unserer Zahntechnik im Haus. Befestigt wird verschraubt und nicht zementiert. So bleiben keine Zementreste unter dem Zahnfleisch zurück, und die Versorgung lässt sich für Kontrolle, Reinigung oder eine Reparatur wieder abnehmen. Warum das ein Unterschied ist, steht unter verschrauben oder zementieren.

Nach dem Implantat: die Nachsorge
Ein Implantat kann keine Karies bekommen. Was sich entzünden kann, ist das Gewebe darum herum, und das ist empfindlicher als das Zahnfleisch an einem natürlichen Zahn. Damit entscheidet die Pflege darüber, wie lange die Versorgung hält.
Zu Hause heißt das: zweimal täglich putzen, ohne zu viel Druck, und die Zwischenräume täglich reinigen. Dazu kommt die regelmäßige Mundhygiene bei uns. Dort wird gereinigt, wohin Sie selbst nicht kommen, und wir sehen am Implantatrand, ob sich etwas anbahnt, das Sie noch nicht spüren. Was in den ersten Tagen nach dem Eingriff gilt und welche Hilfsmittel danach die richtigen sind, steht ausführlich unter Zahnimplantate richtig pflegen.
Entzündet sich das Gewebe trotzdem, heißt das Periimplantitis. Sie verläuft nahezu schmerzfrei und bleibt deshalb oft lange unbemerkt, weshalb die Kontrolltermine kein Formalismus sind. Auf Implantate und Keramikkronen geben wir bei eingehaltenen Prophylaxeterminen 10 Jahre Garantie.
Tut ein Zahnimplantat weh?
Die Frage, die vor einer Implantation am häufigsten gestellt wird — hier die ehrliche Antwort.
