Das Implantat ersetzt die Wurzel. Der Zahn, den Sie sehen und mit dem Sie kauen, kommt erst darauf: eine Krone für einen einzelnen Zahn, eine Brücke für mehrere nebeneinander.
Für den langfristigen Erfolg eines Implantats ist nicht nur das Implantat selbst entscheidend, sondern auch der darauf befestigte Zahnersatz.
Deshalb werden unsere Implantatkronen verschraubt und nicht zementiert. Dadurch vermeiden wir Zementreste unter dem Zahnfleisch. Gleichzeitig kann die Versorgung bei Bedarf wieder abgenommen werden – beispielsweise für Kontrollen, Reinigung oder Reparaturen.
Wann eine Krone, wann eine Brücke
Fehlt ein einzelner Zahn, bekommt er ein eigenes Implantat und darauf eine Einzelkrone. Der Vorteil gegenüber einer Brücke auf eigenen Zähnen: die Nachbarzähne müssen nicht beschliffen werden. Wie so ein Zahnimplantat geplant und gesetzt wird, steht auf einer eigenen Seite.
Fehlen mehrere Zähne nebeneinander, braucht nicht jede Lücke ein eigenes Implantat. Zwei Implantate können eine Brücke tragen, die auch den Zahn dazwischen ersetzt. Wie viele Pfeiler es braucht und wo sie stehen, ergibt sich aus Knochenangebot, Anatomie und Belastung beim Kauen. Festgelegt wird das bei der Planung am Bildschirm, bevor implantiert wird.
Ist ein ganzer Kiefer betroffen, führt der Weg zu festen Zähnen auf vier oder sechs Implantaten oder zu einer Versorgung, die sich zum Reinigen abnehmen lässt.
Warum wir verschrauben
- Keine Zementreste unter dem Zahnfleisch
- Gute Voraussetzungen für eine optimale Hygiene
- Bei Bedarf wieder abnehmbar
- Einfachere Kontrolle und Wartung
- Reparaturen können erleichtert werden
Die verschraubte Krone hat einen kleinen Kanal für die Schraube, der zahnfarben verschlossen wird. Was für welche Befestigung spricht, steht ausführlich unter verschrauben oder zementieren.
Vom Scan bis zur Eingliederung
Ist das Implantat eingeheilt, beginnt der Teil, den Sie später sehen. Statt eines klassischen Abdrucks nehmen wir in der Regel einen digitalen Scan. Er erfasst die Position des Implantats, die Nachbarzähne und den Gegenkiefer.
Aus diesen Daten entsteht die Versorgung: zuerst der Aufbau auf dem Implantat, dann die Keramik darüber. Farbe und Form stimmen wir mit Ihnen ab, solange sich noch etwas ändern lässt.
Bei der Eingliederung wird die Krone oder Brücke eingesetzt, verschraubt und der Biss kontrolliert. Passt etwas nicht auf Anhieb, wird nachgearbeitet. Wie viele Termine das braucht, hängt vom Umfang ab; für eine Einzelkrone sind es meist zwei.
Aus unserem Eigenlabor
Geplant und gefertigt wird in unserem Eigenlabor, direkt in der Ordination und ohne Umweg über ein externes Labor. Form, Farbe und Passung lassen sich so gemeinsam am Patienten beurteilen. Für eine Anpassung braucht es keine zusätzliche Woche Wartezeit.
