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Zahnarzt Gallneukirchen - Dres. Rammer-Viden

Zahnerhaltung

Erst retten, dann ersetzen.

Zahnerhaltung heißt: den eigenen Zahn behalten, solange das medizinisch vertretbar ist. Ein eigener Zahn ist jedem Ersatz überlegen. Er sitzt in seinem Zahnhalteapparat, er leitet Kaudruck weiter, wie er es seit Jahrzehnten tut, und er hält den Kieferknochen an dieser Stelle in Bewegung.

Deshalb steht am Anfang jeder Behandlung bei uns dieselbe Frage: Wie viel eigener Zahn lässt sich retten?

Das ist keine Grundsatzhaltung, sondern Rechnen mit langen Zeiträumen. Jede Versorgung, die auf einen Zahn kommt, hat irgendwann ihr Ende und wird erneuert. Je später diese Kette beginnt, desto mehr eigener Zahn ist beim letzten Glied noch da.

Behandlungszimmer mit Dentalmikroskop in der Praxis Dr. Rammer-Viden

Wie weit wir gehen können

Ein kariöser Defekt wird mit einer Füllung versorgt. Weil moderne Materialien am Zahn haften, muss dafür weniger gesunde Substanz entfernt werden als bei den älteren Verfahren.

Ist mehr Zahn verloren, als eine Füllung tragen kann, kommt eine Klebekrone infrage. Sie wird mit dem Zahn verklebt statt über einen beschliffenen Stumpf gestülpt, das spart Substanz, die sonst weggeschliffen würde.

Ist der Nerv entzündet oder abgestorben, ist der Zahn damit nicht verloren. Eine Wurzelbehandlung entfernt das entzündete Gewebe aus dem Kanalsystem und verschließt es. Wir arbeiten dabei unter dem Dentalmikroskop, weil sich feine und zusätzliche Kanäle mit bloßem Auge schwer finden lassen.

Und wenn nicht der Zahn selbst das Problem ist, sondern sein Halt: Eine Parodontitis greift den Knochen an, in dem der Zahn steht. Sie verläuft lange ohne Beschwerden und wird deshalb oft spät bemerkt. Wer regelmäßig zur Mundhygiene kommt, erfährt früher davon, weil bei jedem Termin nachgesehen wird, wie es um Zahnfleisch und Beläge steht.

Warum wir so wenig wie möglich wegnehmen

Moderne Materialien haften am Zahn, statt sich mechanisch festzuklemmen. Das ändert, wie viel gesunde Substanz für eine Versorgung geopfert werden muss. Eine Kompositfüllung wird in Schichten direkt im Zahn aufgebaut und jeweils mit Licht ausgehärtet. Eine Klebekrone wird adhäsiv befestigt, statt einen rundum beschliffenen Stumpf zu brauchen.

Was an eigener Substanz stehen bleibt, stützt den Zahn weiter mit. Das ist der Grund, warum wir bei jedem Schritt zuerst die kleinere Lösung prüfen und nicht gleich die größere.

Was Zahnerhaltung zwischen den Terminen braucht

Der größere Teil der Zahnerhaltung passiert nicht am Behandlungsstuhl. Über die Haltbarkeit einer Füllung oder einer Krone entscheidet vor allem, was an ihrem Rand passiert.

Der Rand ist die kritische Stelle: Dort kann sich mit der Zeit erneut Karies bilden, und dort sehen wir bei den Kontrollen als Erstes nach. Beläge, die dauerhaft liegen bleiben, sind der Anfang von Karies und von Parodontitis. Deshalb gehört die Mundhygiene bei uns zur Zahnerhaltung und nicht in die Rubrik Kosmetik.

Die Bausteine im Überblick

Füllungen

Zahnfarbene Kompositfüllungen, schichtweise am Zahn aufgebaut. Zu den Füllungen

Klebekronen

Keramik aus dem Eigenlabor, adhäsiv befestigt. Sehr wenig Substanzverlust. Zu den Klebekronen

Wurzelbehandlung

Behandlung des entzündeten Kanalsystems unter dem Mikroskop, um den eigenen Zahn zu behalten. Zur Wurzelbehandlung

Zahnfleischbehandlung

Behandlung der Parodontitis, damit der Zahn seinen Halt im Knochen behält. Zur Zahnfleischbehandlung

Häufige Fragen zur Zahnerhaltung

Wann ist ein Zahn nicht mehr zu retten?
Wenn zu wenig gesunde Substanz übrig ist, um eine Versorgung zu tragen, oder wenn der Zahn seinen Halt im Knochen verloren hat. Dafür gibt es keine Formel, das ist eine Beurteilung im Einzelfall. Wir sagen Ihnen, worauf sie beruht.
Ist eine Wurzelbehandlung das letzte Mittel vor dem Ziehen?
Eher der Versuch, genau das zu vermeiden. Das entzündete Gewebe wird aus dem Kanalsystem entfernt und der Kanal verschlossen, der Zahn bleibt im Kiefer. Mehr dazu unter Wurzelbehandlung mit Mikroskop.
Geht Karies auch ohne Bohren weg?
Bei einer beginnenden Karies im Schmelz ist das unter Umständen möglich. Ab wann es nicht mehr geht, zeigen wir im Video auf der Seite zu den Füllungen.
Wie oft soll ich zur Mundhygiene?
Für viele Patientinnen und Patienten sind zwei Termine im Jahr ein sinnvoller Richtwert. Das hängt aber von Zahnfleisch, Belagsneigung, Rauchen und Zahnersatz ab. Wenn bei Ihnen mehr oder weniger angebracht ist, sagen wir Ihnen das.
Wie lange hält eine Füllung?
Das hängt von der Größe des Defekts, von der Belastung beim Kauen und von der Mundhygiene ab. Am Rand kann sich mit der Zeit erneut Karies bilden. Genau das sehen wir uns bei den Kontrollterminen an.
Und wenn ein Zahn doch verloren geht?
Dann besprechen wir, was an seine Stelle kommt. Die Möglichkeiten stehen unter Implantologie und Festsitzender Zahnersatz.

Wenn ein Zahn nicht zu halten ist

Manchmal ist er es nicht. Dann sagen wir das, statt eine Lösung zu bauen, die nach zwei Jahren wieder aufgemacht werden muss. Was danach möglich ist, steht unter Implantologie.

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