Die Mundhygiene in der Ordination ist der Termin, bei dem entfernt wird, was zu Hause nicht wegzubekommen ist. Zahnstein, Beläge und Verfärbungen sammeln sich auch dann, wenn Sie sorgfältig putzen. Es gibt Stellen, an die eine Zahnbürste konstruktionsbedingt nicht kommt: unter den Zahnfleischrand, in enge Zwischenräume, in die Rillen der Kauflächen.
In Deutschland heißt dieselbe Behandlung professionelle Zahnreinigung. Gemeint ist das Gleiche.
Was bei einem Termin passiert
Unsere Prophylaxeassistentinnen sehen sich zuerst an, wie es um Zahnfleisch und Beläge steht. Danach werden harte Ablagerungen und Zahnstein entfernt, auch unterhalb des Zahnfleischrands, anschließend weiche Beläge und Verfärbungen.
Zum Schluss werden die Zähne poliert und bekommen einen Fluoridschutz. Wenn beim Putzen zu Hause etwas nicht aufgeht, besprechen wir das im selben Termin: welche Bürste, welche Zwischenraumgröße, welche Stelle Sie regelmäßig auslassen.

Wie oft eine Mundhygiene sinnvoll ist
Einen Wert, der für alle stimmt, gibt es nicht. Für viele Patientinnen und Patienten sind zwei Termine im Jahr ein brauchbarer Richtwert. Ausschlaggebend ist, wie schnell sich bei Ihnen Beläge bilden, wie das Zahnfleisch darauf reagiert, ob Sie rauchen und ob Sie Zahnersatz tragen.
Nach der Sitzung sagen wir Ihnen, welchen Abstand wir für sinnvoll halten, und begründen ihn. Wenn ein längerer Abstand reicht, ist das ebenfalls ein Ergebnis.
Warum das mehr ist als Kosmetik
Bakterielle Beläge sind die Ursache von Karies und von Parodontitis, der Entzündung des Zahnhalteapparats. Beide können auf Dauer zum Verlust von Zähnen führen.
Blutendes Zahnfleisch beim Putzen ist ein Entzündungszeichen. Meistens liegt es an Belägen am Zahnfleischrand. Sagen Sie es uns, dann sehen wir uns die Stelle genauer an, statt sie unter dem nächsten Termin zu begraben. Wie die Zahnerhaltung insgesamt aufgebaut ist, steht auf der Übersichtsseite.

Mundhygiene bei Implantaten
Das Gewebe rund um ein Implantat reagiert empfindlicher auf Beläge als natürliches Zahnfleisch. Bleibt eine Entzündung dort unbemerkt, kann sie auf den Knochen übergreifen, der das Implantat hält.
Was in diesem Fall zu tun ist, steht unter Periimplantitistherapie. Damit es gar nicht so weit kommt, ist die Mundhygiene bei uns fester Teil jeder Implantatversorgung und Voraussetzung für unsere Garantie auf Implantate und Kronen.
Was zu Hause dazugehört
Die Sitzung in der Ordination setzt einen Punkt, den Rest der Zeit machen Sie. Entscheidend sind die Zahnzwischenräume: Dort beginnt Karies häufig, und dorthin kommt die Zahnbürste nicht. Welche Zwischenraumbürste zu Ihren Abständen passt, sehen wir uns im Termin gemeinsam an, statt Ihnen eine Größe zu nennen, die für alle stimmen soll.
Dasselbe gilt für die Technik. Die meisten putzen nicht zu kurz, sondern immer an denselben Stellen vorbei. Welche das bei Ihnen sind, sieht man an den Belägen, die nach dem Putzen noch da sind.
Vor einer Aufhellung oder vor Veneers
Vor einer Zahnaufhellung und vor Veneers steht die Mundhygiene am Anfang und nicht am Ende. Auf Belägen wird nichts aufgehellt und nichts verklebt. Dazu kommt: Ein Teil dessen, was viele für eine dunkle Zahnfarbe halten, sind aufgelagerte Verfärbungen. Wie viel von der Farbe wirklich im Zahn steckt, zeigt sich erst nach der Reinigung.
