Periimplantitistherapie

Spezialisten für Knochenaufbau in Gallneukirchen

Periimplantitis bezeichnet eine Entzündung des Zahnfleisches und des Weichgewebes um ein Zahnimplantat herum. Wenn die Erkrankung nicht rechtzeitig erkannt und behandelt wird, kann dies im schlimmsten Fall zum Verlust von Knochensubstanz oder sogar des Implantats führen. Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad der bereits entstandenen Schäden.

Wie bei der Parodontitis sind Bakterien für die Entstehung verantwortlich. Sie lagern sich in Zahnfleischtaschen und an der Implantatoberfläche ab. Wird dies nicht durch gründliche Mundhygiene entfernt, können Entzündungen des Weichgewebes ausgelöst werden.

Die Krankheit beginnt mit einer Schleimhautentzündung (Mukositis), die langsam fortschreitet. Die Entzündung sowie die Bakterien breiten sich unaufhaltsam aus und besiedeln letztendlich die Oberfläche des Implantats. Dadurch kann es im schlimmsten Fall zu einer Schädigung des Kieferknochens kommen. Bei schwerwiegenden Fällen kann der Abbau der Knochensubstanz bereits fortschreiten, bevor die Krankheit überhaupt erkannt wird. Anders als bei einem natürlichen Zahn kann das Implantat selbst nicht durch Entzündungen geschädigt werden.

Typische Symptome einer Periimplantitis sind Rötung, Blutung und Schwellung des umliegenden Zahnfleisches sowie Zahnfleischbluten und Eiterbildung am Implantat. Bedauerlicherweise verläuft diese Krankheit nahezu schmerzfrei und bleibt dadurch unter bestimmten Umständen lange Zeit unentdeckt. Wenn Sie einen Verdacht haben, sollten Sie also bald in die Praxis kommen. Es ist wichtig, die Entzündungen zu stoppen, bevor sich der Kieferknochen mit Implantat abbaut.

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Dr. Manuel Rammer-Viden

So läuft eine Behandlung bei Periimplantitis ab

Die Art und der Ablauf der Behandlung hängen vom Stadium der Erkrankung ab. Wenn die Krankheit im Anfangsstadium ist, reichen Maßnahmen zur Reinigung des Zahnimplantats und zur Entfernung der bakteriellen Entzündungsherde aus.

Periimplantitis-Therapie im Anfangsstadium

Während der bis zu 60 Minuten dauernden Behandlung entfernen wir mit speziellen Instrumenten die Bakterien. Mittels einer professionellen Implantatreinigung (PIR) können Plaque und Keimbeläge auf dem Implantat effektiv entfernt werden, ohne dass dabei Schäden verursacht werden. Dabei wird das Zahnfleisch sowohl an der Oberfläche als auch in den Zahnfleischtaschen gründlich gereinigt.

Unmittelbar nach der Entfernung von Belägen und Bakterien haben es neue Keime für eine gewisse Zeit schwierig, sich erneut anzusiedeln. Jedoch gibt es keine Garantie dafür, dass durch eine Reinigung und Behandlung die Entzündungen nicht wieder auftreten werden.

 

Periimplantitis-Therapie im fortgeschrittenen Stadium

Wenn die Erkrankung bereits fortgeschritten ist und zu einem Abbau des Knochens geführt hat, ist eine oberflächliche Reinigung wenig vielversprechend. In dieser Situation ist eine operative Therapie unvermeidlich.

 

Während des Eingriffs entfernen wir unter Verwendung einer örtlichen Betäubung entzündetes Gewebe im Bereich der Zahnimplantate und reinigen die Oberflächen gründlich. Wenn ein fortgeschrittener Knochenabbau vorliegt, welcher die Stabilität des Implantats im Kieferknochen gefährdet, wenden wir zusätzlich Maßnahmen zur gesteuerten Geweberegeneration an, um die Situation zu verbessern.

In äußerst seltenen Fällen kann es vorkommen, dass der Knochenabbau bereits so fortgeschritten ist, dass eine Entfernung des Implantats (Explantation) erforderlich ist. Eine Explantation kann ebenfalls notwendig sein, wenn die Entzündungen trotz durchgeführter Therapien nicht gestoppt werden können.

Um eine bestmögliche Nachsorge zu gewährleisten, sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen nach einer Therapie bei Periimplantitis unverzichtbar.

 

Wer sollte sich einer Periimplantitis-Therapie unterziehen?

Wir empfehlen generell allen Personen, die Implantate tragen, regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen und Kontrollen durchführen zu lassen. Wenn Ihnen Entzündungen oder Zahnfleischbluten auffallen, sollten Sie uns in der Praxis besuchen.

Um das Implantat zu retten, sollten Sie die erforderlichen therapeutischen Maßnahmen ergreifen.

 

Welche Vor- und Nachteile bringt eine Periimplantitis-Behandlung?

Die Vorteile liegen eindeutig in der Erhaltung oder Wiederherstellung der Gesundheit im Bereich Ihres Zahnimplantats.

Als Nachteil können ausbleibende Erfolge oder notwendige Wiederholungen der Behandlung betrachtet werden. Das ist in der Regel nicht zu befürchten, wenn Sie sich vollständig an unsere Empfehlungen und Anweisungen zur Mundhygiene-Nachsorge halten.

 

Welche Risiken bestehen bei dieser Behandlung?

Da der chirurgische Eingriff unter örtlicher Betäubung durchgeführt wird, sind die Risiken gering bis vernachlässigbar.

 

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